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Ratgeber
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Artgerechte Haltung Pferde in freier Wildbahn leben in Gruppen von etwa 5-10 Tieren zusammen und verbringen 14 bis 18 Stunden am Tag mit der Nahrungsaufnahme bei der sie sich stetig fortbewegen. Dazu kommt die Zeit, in der sie sich zwecks spielen, kämpfen, flüchten oder wandern bewegen. Den Rest der Zeit dösen sie im Stehen oder in Bauchlage. Tiefschlafphasen, die für eine vollständige Erholung unerlässlich sind, finden ausschließlich in Seitenlage statt. Dabei liegen die Tiere meist mit ausgestreckten Beinen, was relativ viel Platz erfordert. Daraus ergeben sich die Anforderungen an eine artgerechte Haltung: Kontakt zu Artgenossen (Sicht- und Körperkontakt) Viel Platz und Anreiz zum Bewegen (Bewegung, Bewegung) Einen ausreichend großen,weichen und trockenen Platz zum Hinlegen einen einigermaßen trockenen, festen Untergrund Rauhfutter in rauhen Mengen (Futteraufnahmeverhalten) Minimierung der Verletzungsgefahr (keine scharfen Kanten, sichere Umzäunung etc)   Sicherheit ist für das Fluchttier Pferd ein wichtiges Thema. Da es aus der Steppe kommt, fühlt es sich am sichersten in einer weiten Ebene, wo es mit seinen seitlich angesetzten Augen alles rundum im Blick hat. Geschlossene Ställe, verwinkelte Innenhöfe, Gebäude, die das Blickfeld einschränken, nehmen dem Pferd ein Stück weit das Gefühl von Sicherheit. Das ist für uns Menschen, die wir von Höhlenbewohnern abstammen, etwas schwer nachzuvollziehen. Auch mögen Pferde es nicht, wenn sie Geräusche hören, aber nicht sehen können wo diese herkommen. Was ist tiergerecht? Es gibt viele Definitionen zu diesem Wort. Hier eine kurze, die mir sehr gut gefällt: Tiergerecht ist, wenn das Tier die Möglichkeit hat, sich erfolgreich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen. Im Klartext: eine Box mit Fenster zum Hof , in der das Pferd seine Umwelt passiv beobachten kann, ist sicher besser als ein dunkler Verschlag. Artgerecht aber ist so eine Haltung nicht, denn es fehlt die Möglichkeit der Interaktion zwischen Tier und Umwelt, z.B. die Kommunikation mit Artgenossen, Klären der Rangordnung, Fellpflege oder einfach die Entscheidung, ob man sich in die Sonne oder in den Schatten stellt. Es geht um Aktivitäten, auf die eine Antwort folgt, oder umgekehrt um Umweltreize, auf die das Pferd reagieren kann. Nur so wird das Pferdehirn beansprucht und gefordert. In der Biologie gilt: was nicht genutzt wird, degeneriert - use it or lose it!   Zum Thema Haltung lesen Sie bitte auch die Leitlinien, die vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft herausgegeben werden.
Akupunktur und Naturheilkunde für Pferde im Raum Köln - Düren - Aachen - Eifel
Margitta Sharma   Tel.: 02421 4864308   mobil: 0176 27145276