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Ratgeber
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Warum ist Bewegung für das Pferd so wichtig? Wie schon erwähnt, bewegt sich das Wildpferd bis zu 18 Stunden am Tag. Das Pferd ist also einfach nicht zum Rumstehen gemacht. Dies macht sich in verschiedenen körperlichen Erscheinungen bemerkbar: Lymphfluss: Die Lymphgefäße, die überschüssige Flüssigkeit aus den Zellzwischenräumen abtransportieren, verfügen über kleine Muskeln mit Pumpwirkung. Bei keinem anderen Haustier sind diese Muskeln so schwach wie beim Pferd und beim Menschen. Der Lymphabfluss wird zusätzlich angeregt durch die Pulsation der Blutgefäße, besonders aber durch die Kontraktion der Muskeln bei Bewegung. Lymphstau verursacht eine mangelnde Durchblutung und Ernährung des betroffenen Gewebes.   Ernährung des Gelenkknorpels: Der Gelenkknorpel hat keine Blutgefäße, er wird ernährt über die Synovia, die Gelenkflüssigkeit. Auch hier kommt wieder die Pumpwirkung zum Tragen: bei Belastung wird Flüssigkeit aus dem enorm wasserspeichernden Knorpelgewebe herausgepresst, bei Entlastung kann er sich wieder mit frischer Flüssigkeit inklusive Sauerstoff und Nährstoffen voll saugen. Bei langem Stehen wird der Knorpel also nur mangelhaft ernährt.   Hufmechanismus: Und noch mal die Pumpwirkung: bei Belastung der Gliedmaße weitet sich der hintere Teil des Hufs und damit die massenhaft in der Huflederhaut vorhandenen Blutgefäße, bei Entlastung verengt er sich wieder. Dies fördert die Durchblutung der gesamten Gliedmaße und damit die Gesunderhaltung aller Strukturen wie Sehnen, Bänder, Knorpel, Knochen und Muskeln. Durch den Hufmechanismus kann der Huf überhaupt erst seine physiologische Form einnehmen. Nehmen die Trachten kein Gewicht auf, weiten sie sich nicht und es entsteht Trachtenzwang   Verdauung: Die Peristaltik des immens langen Pferdedarms wird durch Bewegung angeregt. Einige Pferde neigen weniger andere mehr zu Darmträgheit und so kann ein Bewegungsmangel unter Umständen zu gefährlicher Verstopfungskolik führen.   Atemwege: Nur bei Bewegung und damit forcierter Atmung, wird die Atmungsschleimhaut so stark durchblutet, dass genügend Sekret gebildet wird, um Fremdkörper und eingedickten Schleim effektiv herauszutransportieren. Chronische Bronchitis ist bei Hauspferden weit verbreitet. Theoretisch braucht die Pferdelunge mehrere Galoppphasen am Tag, um sich selbst zu reinigen.   Kreislauf und Training: Die Natur ist nicht verschwenderisch, was nicht gebraucht wird , bildet sich auf ein Mindestmaß zurück: Herz und Kreislauf brauchen tägliche Anforderung um leistungsfähig zu bleiben. Dies gilt gerade auch für alte Tiere: eine regelmäßige tägliche schonende Bewegung ist besser als „sporadisches“ reiten.   Muskulatur, Sehnen und Bänder: Der Aufbau von Muskelmasse wird nach etwa sechswöchigem kontinuierlichen Trainig sichtbar. Auch Knochen, Bänder und Sehnen verändern sich und passen sich den Anforderungen, denen sie ausgesetzt sind, an. Diese Strukturen brauchen allerdings mehrere Monate dafür. Daraus wird deutlich, dass es nicht sinnvoll ist, ein Pferd nur gelegentlich mal zu reiten. Man kann einem Organismus nur eine Leistung abverlangen, für die er auch trainiert ist!    aus Sicht der traditionell chinesischen Medizin: Gesundheit bedeutet das harmonische Fließen von Qi, Lebensenergie, durch den ganzen Körper. Bewegung bringt das Qi zum Fließen. Was die Chinesen durch Körperkünste wie Qi Gong oder Tai Qi perfektionieren, funktioniert auch beim frei und entspannt laufenden Tier. Auch übermütiges Bocken, Steigen oder Wälzen kann Lösung von Qi-Blockaden sein.  
Akupunktur und Naturheilkunde für Pferde im Raum Köln - Düren - Aachen - Eifel
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