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Ratgeber
Der medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis/verbana/orientalis) Blutegel ernähren sich von Säugetierblut, ohne ihren Wirt ernsthaft zu schädigen. Wäre der Biss schmerzhaft, würden sie schnell abgestreift werden. Würden die Wirtstiere an infizierten Wunden sterben, würde der Egel seine eigene Nahrungsgrundlage ausrotten. Doch im Gegenteil, die blutspendenden Tiere profitieren sogar von dem kleinen Aderlass und den im Speichel des Egels befindlichen Substanzen. Mit dieser Strategie des "Gebens und Nehmens" ist Hirudo seit Jahrmillionen erfolgreich. Mit einem Saugakt, der zwischen 20 Minuten und zwei Stunden dauern kann, nimmt er bis zu 15 Milliliter Blut auf. Nach dieser Mahlzeit kann er 1-2 Jahre ohne weitere Nahrung überleben. Wirkungsweise: blutverdünnend, Blutentzug  entzündungshemmend  Lymphstrom beschleunigend  Schmerz stillend   Anwendungsgebiete beim Pferd Arthritis Arthrose, Spat Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen Hufrehe (Anwendung über dem Kronrand) Bursitis (Schleimbeutelentzündung) nach Operationen, bei schlecht heilenden Wunden Myogelosen (Muskelverhärtungen) Thrombophlebitis (Venenentzündung) Blutergüsse Wirkstoffe: Hirudin - hemmt die Blutgerinnung, und hält die Wunde während des Saugakts offen Calin - hemmt die Blutgerinnung langfristiger als Hirudin und sorgt für ein etwa 12stündiges Nachbluten Hyaluronidase - hilft bei der Ausbreitung der Wirkstoffe im Gewebe eine wahrscheinlich histaminähnliche Substanz - wirkt gefäßerweiternd und lässt das Blut zur Bissstelle strömen Egline, Bdellin, Apyrase, Kollagenase und weitere Wirkstoffe - unterstützen die Gerinnungshemmung und  wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd
Blutegel zu Beginn der Behandlung
Größenzunahme nach ca einer Stunde
Bei Arthrosen, bei Gelenk- und Sehnenentzündungen wird das entzündete Gebiet aufgrund von Schwellung nur schlecht mit frischem, sauerstoffreichem Blut versorgt, saure Stoffwechselprodukte werden unzureichend abtransportiert. Die Säure im Gewebe führt dazu, dass in der Lymphflüssigkeit enthaltene Eiweiße denaturieren, d.h. sie werden gel-artig. Die überschüssige Flüssigkeit kann so noch schlechter abtransportiert werden. Es kommt nach einiger Zeit zu Verklebungen und Bindegewebszubildungen, die die Beweglichkeit von Gelenk oder Sehne einschränken. Der Blutegel entfernt einen Teil des überschüssigen Flüssigkeitsvolumens, zwar in Form von Blut, doch nehmen die Blutgefäße daraufhin Flüssigkeit aus dem Gewebe auf . Zusätzlich injiziert der Egel seinen Speichel in die Wunde, in dem schmerzlindernde, entzündungshemmende  und gerinnungshemmende Substanzen sind. Die Wunde blutet  nach dem Biss noch einige Zeit nach und es kommt zur Entstauung und Entschlackung des behandelten Gebietes. Impressum    (c) Margitta Sharma 2012, all rights reserved
Gegenazeigen: jegliche Störungen der Blutgerinnung, Anwendung gerinnungshemmender Medikamente wie Heparin oder ASS vor der Behandlung zu beachten: Blutegel sind keineswegs immer beißfreudig. Bei Gewitter oder Stress mögen sie meist nicht beißen. Aber besonders Ausdünstungen des Patienten oder sonstige Gerüche verderben ihnen den Appetit. Daher: keine Fliegensprays oder Fellglanzsprays verwenden keine Salben im Bereich der Bissstelle verwenden Die Bissstelle nur mit klarem Wasser reinigen Ingwer und Knoblauch mindestens eine Woche vor der Egelbehandlung absetzen Medikamente in Absprache mit dem Tierarzt ggf. 3Tage vorher absetzen Sicherheit: Blutegel zur medizinischen Anwendung sind Fertigarzneimittel im Sinne des Arzneimittelgesetzes.Die Blutegel kommen nicht etwa aus der freien Natur, sondern werden von einer Zuchtanstalt für medizinische Zwecke gezüchtet und verkauft und dürfen nur einmal verwendet werden. Die Behandlung ist absolut hygienisch, nicht nur ist der Speichel des Egels keimfrei, er desinfiziert die Wunde auch mit seinen antibiotischen Wirkstoffen, außerdem reinigt sich diese durch das Nachbluten. Wichtig ist, dass Luft an die Bissstellen gelassen wird. Ein ggf angelegter Verband zum Schutz vor Fliegen oder Schmutz sollte nach wenigen Stunden entfernt werden. So handhabe ich es immer und bisher sind alle Blutegelbisse meiner Patienten komplikationslos verheilt. Luftabschluss und feuchtwarmes Milieu durch zu langes Verbinden dagegen würden Wundinfektionen fördern.  nach der Behandlung: die Blutung nicht unterbinden, sie reinigt die Wunde nicht kühlen falls ein Verband zum Schutz vor Fliegen oder Schmutz angelegt wurde, sollte dieser nach 3-5 Stunden entfernt werden. nach 3-5 Stunden blutet die Wunde nur noch schwach. Sie kann jetzt desinfiziert werden (z.B. mit PVP-Iod) sollte aber nicht mit Sprühpflaster o.ä. verschlossen werden
Akupunktur und Naturheilkunde für Pferde im Raum Köln - Düren - Aachen - Eifel
Margitta Sharma   Tel.: 02421 4864308   mobil: 0176 27145276