Frühjahrskur mit Kräutern Endlich  Frühling. Die Bäume stehen in voller Blütenpracht, die Vögel singen und die Wiesen werden wieder grün.  Manche Pferde dürfen schon wieder raus auf die Weide, zumindest stundenweise, um sich an die sommerliche saftige  Ernährungsweise zu gewöhnen.  Wir Pferdebesitzer sind damit sehr vorsichtig, denn das junge Gras ist sehr eiweißreich und wenn die Nächte noch kalt sind, lauert Gefahr  durch hohe Fruktangehalte und Endophytentoxine.  Pferde, die besonders rehegefährdet sind oder an Sommerekzem leiden, weiden wir deshalb erst später im Jahr an. Doch  nicht nur das Gras wächst. Auch verschiedenste Kräuter sprießen überall hervor.  Besonders Löwenzahn, Spitz- und Breitwegerich und Klebkraut findet man zur  Zeit sehr häufig.  Pferde, die die Möglichkeit  haben, suchen diese und andere Kräuter geradezu.  Und das wahrscheinlich nicht nur weil sie so gut schmecken. Oder anders gesagt: wahrscheinlich hat es einen Grund, warum Ihnen diese Kräuter gerade jetzt so gut schmecken. Löwenzahnblätter und -wurzeln sind bekannt dafür, dass sie die Leber- und die Nierentätigkeit anregen. So helfen sie dem Körper, überschüssiges Eiweiß aus dem Gras sowie Giftstoffe abzubauen und auszuscheiden. Löwenzahn ist auch reich an beta-Carotin, das wichtig für die Fruchtbarkeit ist. Klebkraut wirkt entwässernd und enthält viel Silicium, wichtig für die Bildung von Hufhorn und Fell und für die Elastizität des Bindegewebes. Silicium unterstützt auch das Immunsystem und beugt  Allergien vor. Spitzwegerich enthält viele Schleimstoffe und schützt die Atemwege, außerdem enthält er besonders viele Mineralstoffe und wirkt leicht verdauungsanregend. Leider gibt es auf den heutigen Weiden, die meist nur aus trittresistenten Hochleistungsgräsern für die Rindermast sowie eiweißreichem Weißklee bestehen, nicht sonderlich viele Kräuter, die sich das Pferd nach Bedarf suchen kann.  Wenn man denn sein Pferd überhaupt zu dieser Jahreszeit auf solch eine Weide schicken möchte.  Eine Vielfalt an Pflanzen ist aber ein wichtiger Bestandteil der natürlichen Ernährung eines Herbivoren.  Warum also nicht beim Spaziergang am Wegesrand ein paar Hände voll Klebkraut pflücken und dem Pferd mitbringen? Es sollte vor der Blüte, also jetzt, geerntet werden. Danach schmeckt es offenbar auch nicht mehr so gut.  Und warum nicht mit dem Pferd zu einer Löwenzahnwiese gehen und es dort fressen lassen? Wenn er stark gezähnte Blätter hat, ist er besonders gesund. Oder einen Beutel getrocknete Spitzwegerichblätter kaufen und  je eine Handvoll übers Kraftfutter geben. Oder sich vom THP eine Kräutermischung zusammenstellen lassen. Wer seinem Pferd verschiedene Kräuter anbietet, wird sehen, dass es seinen ganz eigenen Geschmack  und seine eigenen Vorlieben hat, sich über die Abwechslung freut und gesundheitlich davon profitiert.   Düren, 05.04.2011
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