Fütterung bei Zahnproblemen Die Zähne des Pferdes sollten einmal jährlich vom Tierarzt kontrolliert werden. Bei fast allen Pferden sind regelmäßige Korrekturen notwendig, da die Zähne sich nicht ganz gleichmäßig abnutzen. Bei älteren Pferden kann es aber sein, dass die Zähne, die sich im Laufe des Lebens aus dem Kiefer herausschieben, sich ihrem Ende nähern. Ihre Oberfläche ist dann glatt und die Kauleistung kann leider nicht mehr verbessert werden. Man erkennt dies manchmal am quietschenden Geräusch beim Kauen, an größeren Futterbestandteilen (längere Heuhalme, Körner) im Kot und daran, dass das betroffene Pferd Rollen aus Heu oder Gras wieder ausspuckt. Tasächlich stellen die Zähne den limitierenden Faktor für die Lebenserwartung des Pferdes dar. Lediglich in Menschenobhut hat ein kauuntüchtiges Pferd Chancen, dem Hungertod zu entgehen. Pferde mit schlechter Kaufähigkeit bekommen Gras und/oder Heu zur freien Verfügung als Kaubeschäftigung und zur Anregung des Speichelflusses. Der Speichel enthält Bicarbonat und puffert dadurch die Magensäure ab und sorgt dafür, dass diese den Futterbrei gut durchdringt. Außerhalb der Weidesaison brauchen sie aber zusätzlich Rauhfutter in vorzerkleinerter Form. Sehr gut eignen sich eingeweichte Heucobs oder aber im Futterhandel erhältliche Alpenwiesengras- oder Luzernehäcksel. Luzerne bitte, besonders an ältere Pferde, nicht als alleiniges Rauhfutter verfüttern. Sie ist sehr Eiweiß- und Calciumreich. Ein Calciumüberschuss kann zu Ablagerungen in Nieren und Blase und zu Verschlimmerung von Knochenzubildungen bei Arthrose führen. Getreide dürfen Pferde mit untüchtigen Zähnen wenn überhaupt nur in hochaufgeschlossener Form (gequetscht, gepoppt, als Flocken) bekommen. Unzerkaute Körner schädigen die Dickdarmflora, außerdem kommen sie ungenutzt wieder heraus, so dass man hier beim Kraftfutter am richtigen Ende sparen kann. Pellets, die nicht richtig zermahlen werden, können im Schlund quellen und neigen dazu, im Magen pappige Klumpen zu bilden, die  nicht gut vom Magensaft durchdrungen werden können. Fehlgärungen im Dünndarm und Koliken können die Folge sein. Bei zu dünnen Pferden hat sich ein wässriger Brei aus Haferflocken, geschrotenem Leinsamen und Bierhefe bewährt. Er ist hochverdaulich und wird sehr gerne geschlürft. Vorsicht mit fertigen Mash-Mischungen: diese auf Dauer bitte höchstens zweimal pro Woche geben. Die enthaltene Kleie enthält sehr viel Phosphor und wegen der abführenden Wirkung kann es durch einen Gewöhnungseffekt evtl. zu Darmträgheit kommen. Haferflocken können auch trocken mit Gras- oder Luzernehäcksel gemischt verfüttert werden. Niemals darf kaubares mit nicht kaubarem Futter zusammen verfüttert werden! Die Pferde schlingen gierig alles als einheitliche Masse herunter. Kleingeschnittene Möhren- und Apfelstücke sind sehr beliebt, aber vorsicht: da sie keinen Kauanreiz geben, ist hier die Gefahr der Schlundverstopfung erst recht gegeben. Es gibt also nur zwei wirklich sichere Optionen: kann das Pferd kauen, Obst und Gemüse ganz verfüttern, kann es nicht kauen: Obst und Gemüse reiben!
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